Was genau der goldene Schnitt in der Theorie ist, könnt Ihr gern bei Wikipedia nachlesen, hier zeige ich ihn Euch an praktischen Beispielen.

Genau genommen sollte im goldenen Schnitt die Bildeinteilung im Verhältnis von 61,8 % zu 32,2 % sein. Da sich in der Praxis diese Werte selten so genau bestimmen lassen, versucht einfach, das Hauptmotiv oder den Horizont aus der Mitte hinauszunehmen.

Als erstes ein Bild, wie es nicht sein sollte.



Das Hauptmotiv ist hier ziemlich genau in der Mitte des Bildes zu sehen. Dadurch wirkt das Bild langweilig, fast schon statisch. Außerdem ist das Bild schief, die waagerechten Linien im Bild fallen nach rechts ab.

Im nächsten Bild habe ich versucht, die Kamera gerade zu halten, und das Hauptmotiv aus der Mitte des Bildes herauszunehmen.



Dieses Bild wirkt jetzt dynamischer. Die Person im Bild ist gerade in das Bild hinein gelaufen. Der Betrachter kann sich jetzt fragen: Wo kommt sie her, wo will sie hin? Irgendwie erzählt dieses Bild jetzt eine kleine Geschichte.

Natürlich kann das Motiv auch auf der rechten Seite zu finden sein.



Auch dieses Bild wirkt dynamischer. Weil die Person jetzt aus dem Bild heraus läuft, kann sich der Betrachter wieder fragen: Wo will Sie hin, warum läuft sie aus dem Bild? Auch dieses Bild erzählt eine kleine Geschichte.




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